Manchmal beginnt Wärme nicht mit einem Kaminfeuer. Sondern mit etwas viel Einfacherem: Einer Decke, die man sich wie ein leises Versprechen um die Schultern legt. Einer dampfenden Tasse Cappuccino, deren Duft sich wie ein „Du darfst kurz ankommen“ in die Luft malt. Oder einem Paar dicker, weicher Socken, die behaupten, sie würden sogar –30 Grad trotzen – auch wenn wir es zum Glück nie testen müssen.
In diesen Tagen sind es genau solche Mini-Momente, die mich durch den frühen Winter tragen. Ein Stück Hygge, das sich von innen heraus entzündet.
Hyggeliges Zusammensein mit mir allein. Manchmal reicht das. Eine Tasse, die die Hände wärmt. Ein Sahnehäubchen, das ein bisschen so aussieht, als hätte jemand eine winzige Schneewolke auf meinen Kaffee gesetzt. Und Kerzenschein, der so tut, als hätte er die Ruhe persönlich erfunden.
Doch der Winter schenkt mir noch andere Funken: Die tanzenden Vögel im Garten, die sich über ein paar Sonnenstrahlen freuen, als hätte jemand ihnen Musik angemacht. Der Moment, in dem ein Stück Wolke zur Seite rutscht und plötzlich Licht durchlässt – nur ein bisschen, aber genug, um das Herz kurz wärmer werden zu lassen.
Vielleicht sind es genau diese unscheinbaren Dinge, die den Winter weicher machen.
Ein weiches Stück Geborgenheit, mitten im frühen Winter. So fühlt es sich an, wenn die neuen Socken die Füße wärmen. Oder wenn die Welt draußen grau ist, aber drinnen ein kleines Licht brennt. Oder wenn man spürt: Wärme entsteht nicht nur durch Temperatur, sondern durch Aufmerksamkeit.
Ich glaube, Winter ist die Jahreszeit, die uns lehrt, dass die kleinsten Momente die größte Kraft haben.
MicroLyrik
In eine Decke gehüllt, wärmt mir der Tag die Hände. Ein Schluck Cappuccino, ein Funke Licht — und irgendwo in mir wird es leise hell.
Welche kleinen Wärmemomente begleiten dich durch die dunkleren Tage? Teile sie gern in den Kommentaren – vielleicht entzünden wir gemeinsam ein ganzes Lichtermeer. ✨💛
Ich bin Autorin, Self-Publisherin & MicroLyrik-Künstlerin. Ich schreibe Bücher, die besonderen Momente feiern, und verdichte Gedanken in poetischen Miniaturen. Worte sind mehr als Buchstaben aneinandergereiht — sie tragen Emotionen, bilden Gedanken und hinterlassen Spuren. MicroLyrik malt mit wenigen Worten grosse Bilder und ist eine moderne Form der verdichteten Poesie.
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