Die Zahl 99 ist mehr als nur eine Zahl. Sie ist fast vollkommen, aber eben nicht ganz. Sie steht für die Schönheit des Unvollendeten, für Sehnsucht, Wiederholung und das Spiel mit Grenzen. Genau das ist es, was auch MicroLyrik und Poesie ausmacht – Worte, die Raum lassen, um zwischen den Zeilen gelesen zu werden.
Doch die 99 hat auch ihre eigene Geschichte – hier ein paar spannende, skurrile und poetische Fakten:
99 in der Mathematik
Palindromische Zahl: 99 liest sich vorwärts und rückwärts gleich.
Kaprekar-Zahl: Wenn du 99² = 9801 nimmst und die beiden Hälften addierst (98 + 01), erhältst du wieder 99.
Dreifache 33: Sie ist das Dreifache der Meisterzahl 33 und steht oft für Vollendung oder höchste spirituelle Erkenntnis.
Summiert man die Quersumme von 99 (9+9 = 18) und wiederholt den Vorgang (1+8 = 9), landet man wieder bei der spirituellen Zahl 9.
99 in der Lyrik & Literatur
Shakespeare nutzte die Zahl 99 in Sonett 99 – ein außergewöhnliches Gedicht, denn es ist das einzige mit 15 Zeilen statt der üblichen 14!
Dantes „Göttliche Komödie“ hat 100 Gesänge – aber ursprünglich waren es nur 99! Der letzte wurde erst später als Abschluss hinzugefügt.
99 Zeilen-Gedichte gibt es als poetische Herausforderung: Ein Gedicht mit genau 99 Zeilen, das sich um ein Thema dreht.
99 & MicroLyrik – Fast Perfekt
Die 99 ist wie ein unvollendetes Gedicht – es fehlt nur ein Wort, eine Zeile, eine Sekunde. Sie fordert uns heraus, selbst zu ergänzen, was fehlt.
In der MicroLyrik spielen wir genau mit diesem Konzept:
Worte, die fast alles sagen, aber immer noch Raum für Fantasie lassen.
Ich bin Autorin, Self-Publisherin & MicroLyrik-Künstlerin. Ich schreibe Bücher, die besonderen Momente feiern, und verdichte Gedanken in poetischen Miniaturen. Worte sind mehr als Buchstaben aneinandergereiht — sie tragen Emotionen, bilden Gedanken und hinterlassen Spuren. MicroLyrik malt mit wenigen Worten grosse Bilder und ist eine moderne Form der verdichteten Poesie.